Bundespreis 2018 wird an PWWU vergeben

Präzisionswerkzeuge Wurzen erhält Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk 2018.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie verleiht auf der Internationalen Handwerksmesse in München jährlich einen Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk. Damit werden Produkt- und Dienstleistungsinnovationen geehrt, die sich durch ihre Anwendbarkeit im Handwerk auszeichnen.

Präzisionswerkzeuge Wurzen wird für die innovativen generativ hergestellten anwendungsoptimierten Stufenbohrer aus Hartverbundwerkstoff ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am 11.03.2018 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung während der Internationalen Handwerksmesse in München statt.

Konventionelle Verfahren zur Herstellung von Zerspanwerkzeugen unterlieg en Einschränkungen hinsichtlich der realisierbaren Innen- und Außenkonturen. Additive Fertigungsverfahren legen hier ein erhebliches Innovationspotenzial frei. Durch den schichtweisen Aufbau werden Designgrenzen konventioneller Verfahren aufgehoben und die Herstellung komplexer und individueller Werkzeugstrukturen ermöglicht.

Vor dem Hintergrund dieser Potenziale entwickelte PWWU im Projekt PräziGen gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) und fünf Projektpartnern aus der Industrie eine Prozesskette zur additiven Herstellung von Zerspanwerkzeugen aus Hartverbundstoffen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Uwe Schmidt ist Initiator und Projektleiter dieses Projekts.

Auf Grundlage der Ergebnisse des Projektes PräziGen wurde von PWWU der hier vorgestellte anwendungsoptimierte Stufenbohrer mit innovativer Geometrie entwickelt, der die Potenziale des neuen Verfahrens umfassend nutzt.

Der neue Stufenbohrer ist zum Bohren und nachfolgendem Ansenken einer Bohrung in einem Arbeitsgang ausgelegt. Dazu ist er mit einer neuartigen Spannutgeometrie mit variablem Drallwinkel ausgestattet. Dadurch ist es möglich sowohl die Bohrerspitze mit einer für das Bohren optimalen Geometrie zu fertigen, als auch die Senkstufe mit dem zum Ansenken optimalen Span- und Freiwinkeln herzustellen. An den Nutenden konnte auf den bei der herkömmlichen Bohrerfertigung notwendigen Nutauslauf verzichtet werden, das Erhöht die Werkzeugstabilität.

Neu ist außerdem, dass durch das optimierte abgestufte Kühlkanalsystem das Kühlschmiermittel (KSS) direkt an die jeweilige Schneide punktgenau in den Arbeitsbereich geführt wird. Das Kühlkanalsystem und der Kühlmittelaustritt sind strömungstechnisch so optimiert das bekannte KSS-Probleme wie z.B. das Entmischen von Emulsionen bei hohen Prozessdrücken reduziert werden.

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