Präzisionswerkzeug 4.0

Haben Sie schon mal bei Facebook einen Eintrag geliket? Haben Sie schon mal bei Twitter einen Tweed geschrieben, bei Xing nach einem Mitarbeiter gesucht oder bei Stayfrinds einen alten Schulfreund gefunden? Schon mal bei Youtube ein Video hochgeladen, mit einem 3D-Drucker experimentiert oder für Wikipedia einen Artikel verfasst? Haben Sie schon mal in der CNC-Arena ein fertigungstechnisches Problem erörtert oder in der Onlinedatenbank des Deutschen Patentamtes nach Lösungen für ein Werkzeug - Problem gefahndet? Schon mal darüber nachgedacht welche Herausforderungen das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 an Ihren Betrieb stellt? Haben Sie sich mal mittels RSS-Feed über neueste Nachrichten informieren lassen, via Skype mit Ihren Mitarbeitern kommuniziert oder das ePaper Ihrer Tageszeitung abonniert?

Ach ja, Sie nutzen ja schon Email und Onlinebanking. Eingekauft haben Sie bei Amazon auch schon mal. Der Rest ist Spielerei und sowieso viel zu gefährlich. Datensicherheit und so, schade um die Zeit und bis jetzt brauchen Sie das alles nicht.
Nebenbei bemerkt: Autos galten in ihrer Anfangszeit als Spielerei für reiche Technikfreaks und vor allem als gefährlich!
Vor 100 Jahren war die Erfindung des Automobils fast 30 Jahre alt aber ein Großteil der Transportaufgaben wurde immer noch mit dem Einsatz von Pferden bewältigt. Die Hufschmiede gehörten jahrhundertelang zu den wichtigsten Handwerkern und kein Einziger von denen hätte gedacht das ihr Beruf nur 20 Jahre später wirtschaftlich bedeutungslos sein würde.
Das Internet, so wie wir es heute kennen, wurde vor etwa 30 Jahren erfunden...
Zugegeben, nicht alles was heute als Trend erscheint, wird die nächsten Jahre überleben. Dennoch steht die gesamte Produktionstechnik vor revolutionären Veränderungen. Generative Fertigungsverfahren ähnlich dem 3D-Drucken stehen kurz vor dem industriellen Durchbruch. Ein großer Luftfahrtzulieferer hat bereits damit begonnen, metallische Flugzeugbauteile auf diese Weise herzustellen.
Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 ist in weiten Teilen noch eine Vision, doch für die sogenannte vierte industrielle Revolution ist der Startschuss längst gefallen. Das zeigt sich ganz deutlich auf der AMB 2014. Dieses Thema wird die vorgestellten Innovationen wie ein roter Faden miteinander verbinden.
Die Auswirkungen der neuen Technologien auf die Werkzeugschleifbetriebe werden erheblich sein. Dort wo Bauteile gedruckt werden, ist Zerspanwerkzeug überflüssig. Dort wo Schaftfräser im industriellen Einsatz ist, reicht künftig die Lieferung des reinen Werkzeuges nicht mehr aus. Geometriemodelle und Einsatzdaten werden ganz selbstverständlich zum Lieferumfang gehören.
Ob Sie sich in Eingangs genannte Onlineprojekte einbringen liegt natürlich bei Ihnen. Wenn Sie das tun, werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Möglichkeiten vernetzte Dienste in Zukunft bieten. Denn viele der Technologien die heute nur die Freizeit bereichern, werden Eingang in die Produktionstechnik von morgen finden.

Übrigens: Jene Hufschmiede, die sich beizeiten zu Autoschlossern umschulen lassen haben, hatten eine glänzende berufliche Karriere vor sich.

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