Qualitätswerkzeuge und die Nagelprobe

Die Nagelprobe hat in diesem Fall nichts mit dem alten Trinkritual oder den 3 Schlägen des Zimmermannes zu tun. Die Nagelprobe ist ein einfaches Hilfsmittel, um ohne Mikroskop die Schärfe der Werkzeugschneide zu prüfen und eventuelle Schneiden – Ausbrüche zu ertasten, die mit bloßem Auge gar nicht oder nur sehr schlecht zu erkennen sind. Fein geschliffene Hartmetall - Schneiden, wenn sie denn keinen extra angebrachte definierte Schneidkantenverrundung aufweisen, lassen sich so von stumpfen leicht unterscheiden.

Um festzustellen ob die Schneidkante zum Beispiel bei einem VHW Spiralnutfräser scharf genug ist, streicht man mit dem Nagelrücken leicht über die Schaftfräser – Schneide. Wenn sich die äußerste Nageloberfläche abzuschaben beginnt ist der Fräser schon mal nicht stumpf. Aber Achtung: bei Schaftfräsern für die Hochleistungszerspanung von Stahl eignet sich dieser Test nicht, denn diese Schaftfräser  haben von Haus aus definiert abgerundete Schneidkanten.

Die Schartigkeit oder die Ausbrüche an der Schneidkante ertastet man, indem man mit dem Fingernagel die Schneidkante abfährt.

Optisch lässt sich einfach erkennen, ob der Schaftfräser ein homogenes Schliffbild zeigt, die Spanräume riefenfrei glatt geschliffen und die Werkzeugkanten gratfrei sind. Denn ein glatter, fein geschliffener Schaftfräser mit kerbfreien Übergängen steht für eine höhere Lebensdauer.

Hochwertige HSS Spiralfräser oder VHW Schaftfräser aus Vollhartmetall haben einen präzisionsgeschliffenen Werkzeug – Schaft mit sehr engen Toleranzen. Das ist für den Einsatz in hochtourigen Fräsmaschinen oder als Oberfräser unerlässlich. So erhalten die Werkzeugschäfte mindestens die Toleranz h6. Eine hohe Zentrizität der Einspannung und damit ein ruhiger Lauf der Fräsmaschinenspindel schonen die Schaftfräser - Schneide und das Spindellager.

Nur ein sorgfältig ausgewuchtetes Fräswerkzeug arbietet mit der gewünschten Laufruhe. Die Auswuchtarbeit erkennt man leicht an den Wuchtbohrungen oder an nachträglich angebrachten Flächen. Das sagt leider noch nichts über die Wuchtgüte. Unzureichende Wuchtgüten bemerkt man erst im Leerlauf, wenn die Werkzeug - Spindel mehr Geräusche von sich gibt als ohne Werkzeugbestückung oder der Spindelkopf stärker schwingt.

Aber nicht jedes Werkzeug braucht eine Auswuchtbohrung. Die allermeisten Schaftfräser  von Präzisionswerkzeuge Wurzen werden durch ihre konstruktive Gestaltung und die fertigungstechnische Genauigkeit so wuchtneutral hergestellt, dass die gewünschte Laufruhe erzielt wird.

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